Der Grossrat des Kantons Wallis hat entschieden. Am Mittwoch, dem 6. Mai, lehnte eine sehr grosse Mehrheit der Abgeordneten die Volksinitiative ab, die die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns im Wallis forderte: 93 Abgeordnete stimmten dagegen, 33 dafür. Die Ablehnung entspricht somit 74 % der abgegebenen Stimmen.
Die Mehrheit des Parlaments hat schliesslich den vom Staatsrat vertretenen Standpunkt bestätigt. Die Abgeordneten der Partei „Le Centre“, der FDP und der SVP sprachen sich insbesondere gegen den Grundsatz eines vom Staat festgelegten gesetzlichen Mindestlohns aus. Die Gegner hoben vor allem die Aufrechterhaltung der Sozialpartnerschaft und der Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hervor.
Nach der Abstimmung steht der Beschluss des Grossen Rates fest: Das Parlament lehnt die Initiative für einen gesetzlichen Mindestlohn ab und empfiehlt dem Walliser Volk, sie abzulehnen.
Das Dossier verlässt nun also den Grossen Rat und geht zur Abstimmung. Die Walliserinnen und Walliser werden das letzte Wort darüber haben, ob im Kanton ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt wird oder nicht.
Parlamentssitzung vom 6. Mai 2026: https://parlement.vs.ch/app/fr/link/273531